Tourismus boomt: Freiburg vor Heidelberg, Stuttgart und Baden-Baden

Die Auslastung der angebotenen Hotelzimmer in Freiburg ist ungebrochen hoch. Im Bundesvergleich liegt Freiburg hinter Hamburg und München auf Platz drei. Und innerhalb von Baden-Württemberg vor Heidelberg (55,9 Prozent), Stuttgart (52,4 Prozent) und Baden-Baden (48,9 Prozent), landesweit bei 43,6 Prozent.

Freiburg hat eine überdurchschnittlich hohe Zimmerauslastung.

 

Eine positive Bilanz zieht daher die FWTM, Freiburger Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG für den Tourismus und das Veranstaltungs- und Kongresswesen. So verzeichnete der Freiburger Reiseverkehr, also die Summe aus Hotels, Gasthöfen, Pensionen, Campingplätzen und der Jugendherberge, für das Jahr 2016 insgesamt 761.200 Gäste, was einem Plus von 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Damit erzielte die Hotellerie einen Zuwachs von 0,3 Prozent auf insgesamt 1.092 Millionen Übernachtungen. Im Bereich der Pensionen, Campingplätze und Jugendherbergen gab es hauptsächlich aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse weniger Übernachtungen. Im gesamten Reiseverkehr stabilisiert sich die Anzahl der Übernachtungen in Freiburg mit 1.438 Millionen damit fast auf Vorjahresrekord von 1.448 Millionen.

Die überdurchschnittlich hohe Zimmerauslastung in der Freiburger Hotellerie führt dazu, dass in- und ausländischer Investoren im ersten Halbjahr von 2017 vier große Hotels in Freiburg eröffnen werden: Hampton by Hilton, Wyndham Super 8-Hotel Freiburg, Holiday Inn Express und Motel One. Des Weiteren wird das Hotel Rheingold nach dem Umbau eine Kapazität von 150 Zimmer haben. In Planung sind auch ein weiteres Privathotel auf dem Güterbahnhof-Areal mit 60 Zimmer sowie das Resort Luisenhöhe und die Erweiterung des Hotels am Stadtgarten mit 30 Zimmern.

FWTM-Geschäftsführer Bernd Dallmann sagt: „Mit dem Ergebnis sind wir zufrieden. Bei den Übernachtungszahlen ist aus unserer Sicht kaum noch Wachstum möglich. Die Kapazitätsgrenze ist bei den Hotels erreicht. Freiburg  ist in den letzten Jahren in allen Bereichen stark gewachsen, nur im Bereich der Hotelkapazitäten ist die Infrastruktur für die Gäste nicht mitgewachsen. Daher freuen wir uns über die großen Investitionen in den Zuwachs von ca. 760 Zimmer in 2017.“

Der Ausländeranteil ist um 2,1 Prozent zurückgegangen, wofür als Ursache maßgeblich die internationale Krisensituation ausgemacht werden kann. Dieser Trend ist bundesweit spürbar, jedoch wird der Rückgang durch inländische Gäste mehr als wettgemacht.