November-Ausgabe: Helden am Herd

Die Angriffe auf die schlanken Linien werden zum Jahresende immer heftiger. Wir wissen alle, dass die Versuchungen gerade im November und Dezember uns am stärksten treffen. Und für uns in Südbaden ist es wahrscheinlich sogar noch sehr viel gefährlicher als in anderen deutschen Gefilden: Die Küche in Südbaden ist einfach erste Klasse. Und natürlich müssen auch wir vom netzwerk südbaden darüber schreiben, zumal die Kulinarik auf viele Bereiche unserer Wirtschaft ausstrahlt; es ist ja nicht nur die wunderbare Landschaft, die den Tourismus fördert, sondern auch die heimische Küche.

Vielleicht schlägt sich sogar das große augenblickliche Wirtschaftsproblem, die Personalfrage, gerade in der Gastronomie am deutlichsten und zugleich bedrängendsten nieder. Schon in den nächsten Tagen, am 9. November, geht’s los mit dem ersten Gaumen-Großereignis, der Plaza Culinaria, die bereits zum 15. Mal stattfindet und in diesen Jahren einen unglaublichen Erfolg verzeichnen kann: eine Steigerung der Besucher von 12.000 (2004) auf 42.000 im letzten Jahr, – und in 2018 wird ein neuer Rekord erwartet.

Die Culinaria hat in diesen 15 Jahren ihr Gesicht durchaus verändert – einige der angesehenen Gründer sind nicht mehr dabei, dafür gibt’s immer noch die Attraktion der kochenden Sterne-Köche; hinzugekommen ist sehr viel Neues wie Craft Beer und ein Startup Bereich, aber vielleicht bringt das tatsächlich mit sich, dass die Regionalität nicht mehr alleine prägend ist – für manche ein Grund zur Kritik, für andere eine gelobte Öffnung.

Vielleicht wird es Sie, liebe Leserinnen und Leser, besonders interessieren, wo denn unsere gefeierten Sterne-Köche und unsere einzige Zwei-Sterne-Köchin, Douce Steiner, selbst zum Essen mit Ihrer Familie hingehen, wenn sie denn mal Zeit haben, sich von ihrem Herd zu trennen. Darauf und zu vielen anderen Kulinarik- und Wirtschaftsfragen überhaupt finden Sie aufschlussreiche Antworten in diesem November-Heft.

Eine genussvolle Lektüre wünscht Ihnen Herzlichst

netzwerk südbaden – der Herausgeber

Daniel Schnitzler